Garten-Träume

 


Erste Hilfe für Ihre Pflanzen

Pflegefehler

Gesundes Blatt

Ein gesundes Blatt besitzt eine feste Struktur,
makellose Blattränder und Blattspitzen sowie
eine der Art entsprechende Farbe.

Gelbe Blätter

Ursachen: Übergießen, Stickstoffmangel,
Lichtmangel, Überalterung. Abhilfe: Gießen
einschränken, düngen, Standort verbessern

Eingerollte Blätter (Bekämpfung)

Ursachen: Ballentrockenheit, zu heißer
Standort, Wurzelschäden. Abhilfe: Pflegefehler
beheben, Standort verbessern, bei Bedarf umtopfen

Bleiche Blätter (Chlorose) (Bekämpfung)

Die Blattadern sind noch grün. Ursache: Eisen-
oder Magnesiummangel. Abhilfe: Gießwasser
enthärten, Eisenchelat ins Gießwasser geben.

Sonnenbrand (Bekämpfung)
Symptome: Rote, braune oder grausilbrige
Blattverfarbungen. Ursachen: Unterlassenes
Akklimatisieren, zu sonniger Standort. Abhilfe:
Standort verbessern.

SCHÄDLINGE:

Spinnmilben (Bekämpfung)

Symptome: Gespinste in den Blattachseln und an
den Triebspitzen, weiß-gelbliche, punktförmige
Aufhellungen auf der Blattoberseite.Ursache:
Trockenwarme, gestaute Luft. Abhilfe

Schildläuse (Bekämpfung)

Symptome: Klebrige Blätter, braune, wachsartige
Schilde, unter denen Läuse sitzen, Blattfall.
Ursache: Zu warme Überwinterung..

Blattläuse (Bekämpfung)

Im Freien allgegenwärtige Schädlinge.
Symptome: Klebrige Blätter, Blattdeformationen.
Befall beginnt meist an Knospen und Triebspitzen.

Weiße Fliegen (Bekämpfung)

Symptome: Blattunterseits weiße kleine Insekten,
die bei Berührung auffliegen. Ursache: Ansteckung
durch andere befallene Pflanzen (häufig bei Fuchsien
und Tomaten)

Blattälchen(Nematoden)

Symptome: Dunkle, durch Blattadern begrenzte Flecken.
Ursache: Nasses Laub, das Ansteckung begünstigt.
Abhilfe: Blätter trocken halten.

Woll-und Schmierläuse(Bekämpfung)

Symptome: Watteähnliche Gebilde, Kümmerwuchs,
klebrige Ausscheidungen, Rußtau. Ursache:
Trockenwarmer Winterplatz.

Blasenfüße (Thripse) (Bekämpfung)

Symptome: Feinpunktierte, silbrige Bläner. Blanunterseits
bräunliche Saugstellen. Ursache: Zu warmer,
lufttrockener Winterplatz

Rosenzikaden(Bekämpfung)

Symptome: Weißlich-gelb gesprenkelte Rosenbläner.
Blattunterseits grünlich-gelbe, ungeflügelte Larven.
Ursache: Trockenwarmer Standort

Miniermotten/-fliegen (Bekämpfung)

Symptome: Unregelmäßige dunkle, bei Minierfliege
helle, Fraßgänge der Raupen auf der Blattoberseite.
Vorzeitiger Blattfall.

Dickmaulrüßler (Bekämpfung)

Symptome: Kreisförmige Fraßscharten an den
Blatträndern, plötzliche Welke, hervorgerufen durch
Fraßtätigigkeit von Käfer (Blätter) und - Larve (Wurzeln). 

Blattwanzen (Bekämpfung)

Symptome: Blätter, die sich bereits flächig durchlöchert
entfalten. Verkrüppelungen von Blättern und Blüten. 

 

Lilienhähnchen(Bekämpfung)

Symptome: Schartige, streifige Fraßstellen an Lilienblättern.
Ursache: unbekannt. 

 

Kleiner Frostspanner (Bekämpfung)

Symptome: Angefressene Blätter bis totaler Laubverlust.
Ursache: Grüne Raupen, die sich mit »Katzenbuckeln«
fortbewegen.. 

Schnecken (Bekämpfung)

Symptome: Zerfressene oder abgeraspelte Blätter und
Blüten, Schleimspuren. Abhilfe: Tiere morgens
und abends absuchen. 

BAKTERIEN

Oleanderkrebs (Bekämpfung)

Symptome: Runde, gelb-gerandete Blattflecken,
Wucherungen und Rindenaufbrüche, verkrüppelte
Blüten. Ursache: Pseudomonas-Infektion 

Pelargonienwelke (Bekämpfung)

Symptome: Welken und Verdorren älterer Blätter,
Stengelgrundfäule, Blattflecken. Ursache:
Xanthomonas-Bakterien. Abhilfe: Keine.

PlLZKRANKHEITEN:

Echter Mehltau (Bekämpfung)

Symptome: Weißer bis schmutzigbrauner, pudriger
Belag blattober- und -unterseits.
Ursache: Angewehte Pilzsporen..

Falscher Mehltau (Bekämpfung)

Symptome: Weißer bis schmutzigbrauner, pudriger
Belag blattunterseits. Ursat che: Angewehte Pilzsporen. 

Grauschimmel (Bekämpfung)

Symptome: Braungrauer Belag auf Blättern, Stielen
oder Blüten. Ursachen: Stickstoffüberdüngung,
kühlfeuchte Witterung, zu dichter Stand 

Rostpilze (Bekämpfung)

Symptome: Rostfarbene Staubhäufchen blattunterseits
helle Flecken blattoberseits, Blattfall. Ursache:
Angewehte Pilzsporen, anhaltende feuchtwarme Witterung. 

Rußtau (Bekämpfung)

Symptome: Schwärzlicher Belag auf den Blättern.
Ursache: Pilz, der sich auf dem Honigtau von
Blattläusen niederläßt

Ascochyta |(Bekämpfung)

Symptome: Welke Blätter, umgeknickte Triebe,
rotbraune Flecken in den Blattachseln. Ursache:
Infektion, begünstigt durch anhaltende Regenfälle.

Blattflecken (Bekämpfung)

Symptome: Verstreute gelbe bis braune Flecken,
zum Teil mit umrandeten Sporenlagern. Blattfall.
Ursache: Phyllosticta-Infektion.

 

Marienkäfer verspeisen Unmengen von Blattläusen und sind Glücksbringer für alle Pflanzen im Freien. Aber oft sind sie auf Balkon und Terrasse nicht zahlreich genug und machtlos gegen andere Schädlinge und Krankheiten Hier helfen nur Vorbeugung und rechtzeitige, ganz gezielte Bekämpfungsmaßnahmen

Pflegefehler schwächen die Pflanze und machen sie anfällig und verletzlich. Aber sie sind nicht die einzige Ursache für Krankheiten und Schädlingsbefall. Im Freien spielen auch andere Faktoren eine bedeutende Rolle: Regional und von Jahr zu Jahr verschiedene Witterungsverhältnisse, die fortschreitende Verbauung der Landschaft, die Zerstörung regulierender Biotope, Umweltgifte und vieles andere mehr sorgen dafür, daß es Jahre gibt, in denen plötzlich Invasionen von Schild- und Blattläusen oder Minierfliegen ihr Unwesen treiben.

Vorbeugungsmaßnahmen

Vorbeugen ist immer besser als heilen: Ein optimaler Standort, eine auf die individuellen Bedürfnisse der Pflanze abgestimmte Pflege, die richtige Überwinterung und eingehaltene Eingewöhnung sind wichtige Schritte zum Pflanzenschutz. Hinzu kommen weitere Maßnahmen:
Hygiene bei Gefäß und Pflanze . Verwenden Sie nur saubere Pflanzgefäße. Gebrauchte vor der Neubepflanzung kräftig mit heißem Seifenwasser ausschrubben. Entfernen Sie regelmäßig Blätter und Blüten, die verdorrt, verfault oder krank aussehen. Größere Schnittstellen mit Holzkohlepuder desinfizieren!
Regelmäßiger Pflanzencheck . Kontrollieren Sie Ihre Pflanzen regelmäßig das ganze Jahr über, vor allem am Winterstandort An Triebspitzen und Knospen halten sich gerne Blattläuse auf. Behalten Sie auch die Blattunterseiten im Auge. Dabei entdeckt man viele Schädlinge und Krankheiten bereits im Anfangsstadium, was die Bekämpfung erleichtert. Blanke, klebrige Blätter (Ausscheidungen der Schädlinge) deuten darauf hin, daß sich am Saft der darüberliegenden Blätter Blattläuse, Schildläuse oder Weiße Fliege laben.
Stärkung des Gewebes . Gießen Sie Ihre Pflanzen während der Wachstumszeit regelmäßig mit kieselsäurehaltigen Schachtelhalm-, Brennessel-, Comfrey- oder Schafgarbe-Brühen, das festigt ihr Gewebe und macht es widerstandsfähiger gegenüber gefräßigen Insekten. Es gibt auch Fertigprodukte, die eine Kombination aus natürlichen Fettsäuren mit Pflanzenextrakten enthalten und die pflanzeneigenen Abwehrkräfte gegen Pilzkrankheiten wirksam unterstützen.Besprühen Sie die Pflanzen - auch wenn sie im Winter unbelaubt sind - mit einem Aromaspray aus pflanzlichen Duftölen..Die darin enthaltenen Hormone aktivieren während der Vegetationszeit das Pflanzenwachstum, die ätherischen Öle, wirken ganzjährig gegen Bakterien und Pilze. Wertvolle pflanzenstärkende Minerale und Spurenelemente liefern Heilerde (I Messerspitze in 1 Liter Gießwasser), Gesteinsmehl oder Braunalgenextrakt. Alle genannten Produkte sind im Gartenfachhandel erhältlich, Kräuter und Heilerde in Drogerien, Apotheken, Reformhäusern und Bioläden.
Trockenhalten der Blätter . Gießen Sie möglichst nur auf die Erdoberfläche. Nasses Laub ist anfällig für Blattälchen, Sonnenbrand und Pilzinfekte.
Richtige Pflanzennachbarn Richtige Pflanzennachbarn. Geben Sie Ihren Pflanzen schädlingsabweisende Nachbarn. Studentenblumen, Ringelblumen oder Trichterwinde locken läusevertilgende Schwebfliegen an. Kapuzinerkresse und Gartenkresse halten auch von Obstbäumchen im Kübel die Blutlaus fern. Thymian und Knoblauch verhindern Pilzinfekte, zum Beispiel bei Rosen und Erdbeeren, Lavendel vertreibt Ameisen.
Lockerer. luftiger Stand Lockerer. luftiger Stand. Vermeiden Sie zu dichten Stand, vor allem auf geschlossenen Balkonen. Gut zirkulierende Luft - kein Durchzug - ist immer noch der wirksamste Schutz vor Pilzbefall.
Maßgeschneiderte Düngung . Mästen Sie die Pflanzen nicht, vor allem nicht mit Stickstoff, der das Pflanzengewebe schwammig und damit pilzanfällig macht. Gehölze nur bis August düngen, damit das Holz ausreifen, das heißt fest werden kann. Nur so ist es im Winterquartier gegen Krankheiten und Schädlinge gefeit.
Witterungsschutz. Stellen Sie Pflanzen, die Nässe schlecht vertragen, ir regenreichen Sommern an einen überdachten Platz. Bewahren Sie Zartlaubiges vor Wind und starker Zugluft und kälteempfindliche Pflanzen vor Frost.

Bekämpfungsmöglichkeiten

Greifen sie nicht immer gleich zum Gift. In vielen Fällen kommen Sie auch mit harmlosen Mitteln zum Ziel. Die mechanische Bekämpfung stoppt fürs erste die Vermehrung de Schädlinge. Dazu gehört:

  • Enfernen befallener oder kranken Pflanzenteile.
  • Absammeln oder Abstreifen der Tiere.
  • Hartlaubige Pflanzen könner auch mit starkem Wasserstrahl aus dem Gartenschlauch abgebraust werden.
  • Wichtig: Nicht bei voller Sonne spritzen und so, daß die Pflanze bis abends abgetrocknet ist

Die alternative Bekämpfung bedient sich einiger Mittel des Biogärtners, die aber nicht immer zuverlässig sind:

  • Mit Brennesselauszug (Rezept) kann man Blattläuse besprühen.
  • Schachtelhalmbrühe (Rezept) hilft gegen Mehltau.
  • Knoblauchtee (Rezept) wirkt gegen Pilzinfekte.
  • Wermuttee (Rezept) kann gegen Blattläuse, Blattrandkäfer, Sägewespe, Apfelwickler, Erbsengallmücke, Kirschfruchfliege und Ameisen gespritzt werden.

Die biologische Bekämpfung besteht darin, Nützlinge gegen Schädlinge einzusetzen. Dies funktioniert am besten in geschlossenen Räumen. Erfolgreich im Freien (also auch auf Balkon und Terrasse) sind:

  • Räuberische Gallmücken und Florfliegen gegen Blattläuse (die Abwehr gelingt nicht immer vollständig).
  • Parasitäre Nematoden (Älchen) gegen Dickmaulrüßler. Sie brauchen aber Bodenfeuchte und Temperaturen über 13 °C, um sich entfalten zu können.
  • Bacillus thuringiensis gegen Raupen.

Zu den biologischen Mitteln gehören auch lecithinhaltige Pilzbekämpfungsmittel sowie Algenkalk, der die Larvenstadien von Schadinsekten austrocknet und gegen Blattläuse und Älchen gestäubt werden kann. Außerdem pyrethrum haltige Spritz-, Sprüh- und Stäubemittel. Sie enthalten den Blütenextrakt einer Chrysanthemum-Art und werden auf der Pflanze und im Boden schnell abgebaut. Pyrethrum ist für Bienen ungefährlich, nicht aber für einige Nutzinsekten wie Marien käfer, Schweb- und Florfliegen ebensowenig für Fische. Warnung: Pyrethrum-Mittel sind auch für den Menschen hochgiftig, wenn sie in offene Wunden, auf kranke Haut oder in die Blutbahn gelangen.

Die biotechnische Bekämpfung nutzt natürliche Reaktionen der Schädlinge auf physikalische oder chemische Reize. Gelbtafeln oder Gelbsticker sind mit Leim beschichtete Insektenfänger, die durch ihre Farbe Weiße Fliegen, Minierfliegen Trauermücken und andere fliegende Insekten - darunter auch nützliche anlocken. Darum: Nur im Winterquartier, nicht draußen verwenden!

Chemische Mittel setzt man immer dann ein, wenn alle anderen Maßnahmen versagt haben, oder bei sehr wertvollen Pflanzen, wo ein schneller Effekt erwünscht ist und man keine unnötigen Schäden riskieren möchte.

Insektizide wirken gegen Insekten und können gesprtzt, gegossen, auf das Substrat gestreut oder (bei kleinen Gefäßen) als Stäbchen in die Erde gesteckt werden.

  • Akarizide töten Milben ab.
  • Fungizide sind pilztötende Mittel
  • Bakterizide sind bei uns nicht zugelassen.
  • Ölhaltige Mittel, zum Beispiel Weißöle wie das Paraffinöl, sind chemische Mittel natürlichen Ursprungs. Sie verstopfen die Atmungsorgane der Insekten.
  • Seifenähnliche Mittel, zum Beispiel auf der Basis von Kaliumsalzen natürlicher Fettsäuren, dringen in den Insektenkörper ein. Sie wirken auf die Zellmembranen und verhindern die Atmung, so daß die Schädlinge schnell absterben. 
  • Alle genannten Produkte sind im Fachhandel erhältlich. Wenn Sie den Schädling oder die Krankheit erkannt haben, wird man Ihnen ein maßgeschneidertes Mittel anbieten. Zur richtigen Diagnose verhelfen Ihnen die Schadbilder

Natürliche Pflanzenschutzmittel

Algenextrakt wird aus der Braunalge (Ascophyllum nodosum) gewonnen. Er enthält 70 verschiederie Stoffe, wie Spurenelemente, Vitamine, Hormone, Enzyme, Proteine und Aminosäuren, wirkt wachstumsstimulierend sowie stärkend und wird wie ein Blattldünger gespritzt.
Algenkalk trocknet die Larvenstadien von Schadinsekten aus und kann gegen Blattläuse und Älchen gestäubt werden
Ätherische Öle wirken wachstumsfördernd, antiseptisch und pilztötend. Sie sind enthalten in AromaSprays sowie in Zubereitungen mit Knoblauch, Salbei, Thymian, Zwiebel, Baldrian, Kamille.
Kieselsäure ist eine Siliziumverbindung, die das Gewebe festigt. Sie ist enthalten in Gesteinsmehl, Heilerde, Kieselerde sowie in Zubereitungen mit Schachtelhalm, Comfrey, Brennessel, Schafgarbe.
Lecithin,als Nervenstärkungsmittel und Lebensmittelzusatz bekannt, wird vorwiegend aus Sojabohnen gewonnen.
Lecithin festigt die Blattoberfläche und ist ein hervorragender Wirkstoff gegen Echten~ Mehltau.
Seifenähnliche Mittel, zum Beispiel auf der Basis von Kaliumsalzen natürlicher Fettsäuren, dringen in den Insektenkörper ein. Sie wirken auf die Zellmembranen und verhindern die Atmung, so daß die Schädlinge schnell absterben.
Paraffinöl oder Weißöl ist ein gereinigtes Erdölprodukt, das in der Pharmazeutik als Salbengrundlage dient und die Atmungsorgane von Schadinsekten verstopft
Pyrethrum-Extrakt wird aus den Blüten des in Afrika feldmäßig angebauten Chrysanthemum cinerariifolium gewonnen. Der Extrakt wirkt auf das Nervensystem kaltblütiger Lebewesen, zum Beispiel Insekten und Spinnentiere (auch auf Fische), ist aber bienenungefährlich.

Darauf sollten Sie achten

  • Verwenden Sie keine hochgiftigen mit T oder T * gekennzeichneten Mittel.
  • Gießen oder sprühen Sie bienengefährliche Mittel nur in Ausnahmefällen - und wenn, spätabends.
  • Verwenden Sie aus Umweltschutzgründen nur Sprays ohen FCKW oder mit Luft als Druckmedium.
  • Halten Sie sich genau an die Gebrauchsanweisungen und Dosierungsvorschriften. Beachten Sie die empfohlenen Spritzintervalle, um auch die nachfolgende Schädlingsgeneration zu vernichten.
  • Atmen Sie den Sprühnebel nicht ein.
  • Tragen Sie Handschuhe beim Umgang mit Pflanzenschutzmitteln
  • Bewahren Sie Pflanzenschutzmittel grundsätzlich in der Originalverpackung, außer Reichweite von Kindern und Haustieren, nicht zusammen mit Lebens- oder Futtermitteln sowie verschlußsicher auf.
  • Reste nicht aufheben (die Wirkung der meisten Präparate baut sich schnell ab), auch nicht in den Hausmüll werfen, sondern zu Sondermüll-Sammelstellen bringen.

Hilfe bei physiologischen Schäden

Hierbei sind Wurzeln oder Blätter so geschädigt, daß sie ihre Aufgaben (Transport von Wasser und Nährstoffen sowie Photosynthese) nicht optimal erfüllen können.
Wachstumsstörungen: Wurzeln überprüfen. Bei Bedarf Wurzelschäden beheben Standort und Nährstoffzufuhr verbessern. Manchmal ist auch Luftverschmutzung die Ursache.
Blühfaulheit: Pflegefehler wie zu dunkler oder zu kalter Standort, zu stickstoffreiche Düngung und falsche Überwinterung beheben.
Eingerollte Blätter: Pflanze durchdringend wässern. Überschüssiges Gießwasser entfernen und Pflanze kühler stellen
Bleiche Blätter (Chlorose ): Eisenchelat oder Braunalgenextrakt nach Vorschrift im Wasser auflösen, über die Blätter sprühen oder Pflanze damit gießen. Gießwasser enthärten. Pflanze im Frühjahr umtopfen.
Sonnenbrand : Pflanze sofort schattieren oder Standort wechseln. Verbrannte Blätter entfernen.
Wurzelschäden : Pflanze austopfen, kranke (braune) Wurzeln mit sauberem, scharfem Messer entfernen, Schnittflächen mit Holzkohlepuder bestäuben und Pflanze in neues Substrat setzen.

Hilfe bei Schädlingen

Spinnmilben: Pflanze kühler, schattiger und feuchter halten. An heißen Tagen reichlich gießen. Gründlich mit lauwarmem Wasser abbrausen oder mehrfach mit einem Mittel gegen Spinnmilben einsprühen. Präpa rat eventuell wechseln, da die Milben schnell resistent werden. Oder weichlaubige Pflanzen mit einem seifenähnlichen Fertigprodukt, hart laubige mit einem Paraffinöl-Produkt (beide Präparate sind im Fachhandel erhältlich) gründlich einsprühen. Behandlung eventuell wiederholen.
Schild -. Woll- und Schmierläuse : Schilde abkratzen, Gespinste entfernen. Glänzend-klebrigen Honigtau und schmutzig-schwarzen Rußtau von den Blättern abwaschen. Paraffinöl oder Insektizide.
Blattläuse: Brennesselauszug (< Rezept, rechts), Wermuttee (e Rezept, rechts), seifenähnliches Fertigprodukt, Pyrethrum-Spray und andere Insektizide. Auf Ameisen achten, die sich Blattläuse als »Milchkühe« halten und deren natürliche Feinde abwehren.
Weiße Fliege : Insektizid. Im Winterquartier auch Gelbtafeln.
Blasenfüße (Thripse ): (Bild)Pflanzen kühler und feuchter halten. Seifenähnliches Fertigprodukt, Pyrethrum-Spray und andere Insektizide
Rosenzikaden : Rosen vor dem Austrieb mit Paraffinöl spritzen. Bei Befall seifenähnliches Fertigprodukt oder Pyrethrum-Spray.
Miniermotte und Minierfliege: Befallene Blätter, in denen die Larven sitzen, entfernen. Bei starkem Befall Insektizid mehrmals im Abstand von 10 bis 14 Tagen anwenden.
Dickmaulrüßler: Käfer im Mai/Juni sowie August/September absammeln. Larven aus dem Wurzelbereich herauslesen. Oder mit parasitären Nematoden (in wässeriger Lösung) gießen, wenn über 13 °C Bodenwärme gewährleistet sind.
Blattwanzen: Schädlinge mittags orten, wenn sie sich auf den Blättern (DaturalBrugmansia) sonnen. Dann Insektizid einsetzen.
Lilienhähnchen : Käfer und Larven regelmäßig absammeln. Bei starkem Befall Pyrethrum-Spray oder anderes Insektizid nehmen.
Schnecken : Tiere bei feuchter Witterung morgens oder abends absammeln. Im Garten Bierfallen eingraben (mit Bier gefüllte, in den Boden ebenerdig eingesenkte Becher).
Frostspanner-Raupe : Tiere und geschädigte Blätter entfernen. Biologisches Raupen-Spritzmittel (Bacillus thuringiensis) .

Hilfe bei Pilzkrankheiten

Echter und Falscher Mehltau: Kranke Blätter entfernen und vernichten. Schachtelhalmbrühe (< Rezept, oben). Lecithinhaltiges oder anderes spezifisches Fungizid.
Grauschimmel : Kranke Pflanzenteile entfernen. Pflanzen trockener und luftiger halten. Nicht durch einseitige Stickstoffdüngung mästen. Bei starkem Befall spezielles Fungizid.
Rostpilze: Befallene Blätter entfernen. Spezielles Fungizid.
Rußtau : Stark verschmutzte Blätter entfernen, schwach verschmutzte mit lauwarmem Wasser abwaschen. Verursacher (Blatt-, Schild- oder Schmierläuse sowie Weiße Fliege) beseitigen.
Ascochyta : Pflanze sofort regensicher aufstellen. Befallene Teile herausschneiden. Mit Fungizid und einem Schuß Spülmittel gründlich spritzen.
Blattflecken: Pflanze trockener und luftiger stellen. Fungizid.
Bodenpilze : Sie verursachen Wurzelfaule, Knollen- und Rhizomfäule, Wurzelbräune, Stengelgrundfäule und Krautfäule. Standort verbessern, vor allem - Pflanze trockener stellen. Kranke Pflanzen und -teile entfernen. Nicht auf den Kompost geben! Keine Heilung, allenfalls Stillstand möglich.

Hilfe bei Bakterieninfekten

Oleanderkrebs: Befallene Triebe sofort entfernen und vernichten. Erreger bleibt latent, darum endgültige Heilung nicht möglich.
Pelargonienwelke : Befallene Blätter und Triebe sofort entfernen. Schnittstellen mit Holzkohle einpudern. Keine Heilung möglich. Pflanzen vernichten, wenn sie verblüht sind. Nicht auf den Kompost geben und auf keinen Fall vermehren!

Alternative Spritzmittel - selbst hergestellt

  • Brennesselauszug gegen Blattläuse 500 g frische Brennesseln (vor der Blüte) in 51 Wasser 12 bis 24 Stunden ziehen lassen. Frisch und unverdünnt gegen Blattläuse sprühen.
  • Schachtelhalmbrühe gegen Mehltau 500 g frischen oder 150 g getrockneten Ackerschachtelhalm (Zinnkraut) in 5 I Wasser etwa 24 Stunden einweichen, dann 't2 Stunde köcheln. Abkühlen lassen, absieben und zum Spritzen 1:5 verdünnen. Auf die Blätter sprühen und Manze damit gießen.
  • Knoblauchtee gegen Pilzifekte 1 mittlere Knoblauchzehe zerdrücken und mit 1 I Wasser überbrühen. Absieben, abkühlen lassen. Unverdünnt spritzen. Hilft auch gegen Spinnmilben.
  • Wermuttee gegen lnsekten 1I gehäuften Teelöffel mit 1 I Wasser überbrühen. Absieben, abkühlen lassen. Unverdünnt gegen Blattläuse, Blattrandkäfer, Erbsenwickler, Sägewespe und auf Ameisenlaufstraßen sprühen.

 

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