Februar
Der zweite Monat des Jahres bringt schon wieder einiges an Arbeit im Garten mit sich. Allerdings hängt es stark von der Witterung ab, ob nun schon Gehölze geschnitten werden können. In klimatisch begünstigten Gebieten spitzen die ersten Blüten hervor, in milden Jahren kann man auch in rauhen Regionen schon die ersten zaghaften Blühversuche bewundern. Ein untrügliches Zeichen ist die entsprechende Leitpflanze des phänologischen Kalenders. Sobald sich die ersten Schneeglöckchen im Winde wiegen, klopft der Frühling an die Tür.
Bodenbearbeitung
- gegebenenfalls Bodenanalyse vornehmen lassen
- bei mildem Wetter und offenem Boden Beete vorbereiten
- Boden im Gewächshaus vorbereiten
Pflanzenschutz
- Eigelege von Schnecken aufsammeln und vernichten
- in milden Wintern Fichten auf Befall mit Sitkalaus prüfen
Pflegemaßnahmen
- Baumstämme reinigen, rissige Rinde entfernen
- Winterschutz überprüfen, bei anhaltend milder Witterung nach und nach entfernen.
- spätblühende Clematis-Sorten zurückschneiden
- sommer- und herbstblühende Gehölze bis zum Boden zurückschneiden
Bauernregeln
- Die weiße Gans (=Schnee) im Februar brütet Segen fürs ganze Jahr.
- Sonnt sich die Katz' im Februar, muß sie im März zum Ofen gan.
Lostage
- 2. Februar : Ist's an Lichtmeß hell und rein, wird's ein langer Winter sein. Wenn es aber stürmt und schneit, ist der Frühling nicht mehr weit.
- 6. Februar : St. Dorothee bringt den meisten Schnee.
- 24. Februar : Mattheis bricht's Eis.
Zeichen der Natur
Die Schneeglöckchenblüte (Galanthus nivalis) kennzeichnet den Beginn des Vorfrühlings. Etwa gleichzeitig beginnen Winterling (Eranthis hyemalis) und Haselnuß (Corylus avellana) ihren Flor zu entfalten. In der Regel hält der Frühling in Deutschland zuerst im Nordwesten sowie im Rheintal Einzug und wandert nur langsam nach Südosten. Deshalb blühen die genannten Vorfrühlingsboten in manchen Regionen häufig schon im Februar, in mittleren Höhenlagen dagegen fällt ihr durchschnittlicher Blühbeginn in den März.
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