Garten-Träume

 


Pflanzenkrankheiten bekämpfen

Gesunde Pflanzen sind das Geheimnis
eines schönen Gartens.
Hier einige Erste-Hilfe-Tips.

Einen Garten kann man unmöglich frei von Krankheiten halten. Die Sporen verschiedener Krankheiten treiben in der Luft und finden ohne weiteres auch in Ihren Garten Eingang. Krankheiten können durch Erreger an Schuhen, neuen Pflanzen und durch Insekten übertragen werden. Allzu düster sieht es dennoch nicht aus, da Pflanzenkrankheiten selten so gravierend sind, daß sie nicht geheilt oder schlicht ignoriert werden könnten.

Typologie

Zwei Haupttypen gibt es: Krankheiten, die durch Pilzinfektionen und solche, die durch Viren verursacht werden. Bakterielle Krankheiten gibt es auch. Sie sind im Garten jedoch von nur geringfügiger Bedeutung. Pilzkrankheiten sind am häufigsten, aber die meisten, darunter Mehltau und Rost, kann man wirksam behandeln Viruserkrankungen hingegen kann man noch nicht heilen

Krankheiten vorbeugen

Vorbeugen ist immer besser als Heilen Krankheiten beugt man z B. vor, indem man kräftige, gesunde Pflanzen züchtet, denen weder Nährstoffe noch Wasser fehlen Ist die Pflanze gesund, findet die Krankheit so schnell keinen Nährboden Neue Pflanzen stets auf Krankheitsanzeichen überprüfen Kranke Pflanzen entfernen

Vorsorge

Krankheiten sollten kein ernsthaftes Problem sein, wenn Sie den Garten pflegen, aufpassen und Maß halten Viele Gärtner müssen jahrelang keine chemischen Mittel spritzen Oft lernen Sie, mit Krankheiten zu leben (z B. Schwarzer Fleck bei Rosen) Holen Sie nicht jedes Mal die Sprühpistole heraus, wenn etwas verdächtig aussieht

Widerstandsfähig

Resistent (widerstandsfähig) ist ein Schlüsselwort. Sorten, die von sich aus gegen gängige Krankheiten gefeit sind, zieht man vor, um gar nicht erst vor Problemen zu stehen. Das Löwenmaul (Antirrhinum) ist z. B. stark rostgefährdet. Einige Sorten sind aber weniger anfällig als andere. Im Samenkatalog kann man in der Regel nachlesen, welche Sorten gegen Krankheiten resistent sind. Viele althergebrachte Küchengartenpflanzen überlebten, weil sie äußerst zäh und widerstandsfähig waren. Diesen Pflanzen sollte man immer vor modernen Zuchtsorten, die oft für Pflanzenkrankheiten anfälliger sind, den Vorzug geben.

Viruserkrankungen

Viren, die den Pflanzen gefährlich werden, sind mikroskopisch kleine Organismen, die überall im Gewebe der Pflanzen leben. Sie sind viel zu klein, um mit bloßem Auge gesehen zu werden. Ihre Anwesenheit stellt man erst fest, wenn die Pflanze plötzlich dahinsiecht. Wachstumsverformungen sind ein häufiges Symptom. Für Pflanzen, die von Viren befallen sind, gibt es keine Heilung. Man kann sie nur verbrennen. Dadurch grenzt man wenigstens den Schaden ein, denn die Viren können dann nicht mehr auf gesunde Pflanzen übergreifen. Was auch immer Sie tun, werfen Sie keine Pflanze auf den Komposthaufen, von der Sie meinen, daß sie an einem Virus erkrankt ist.

Die Blätter viruserkrankter Pflanzen werden oft
scheckig oder streifig, hellgrün oder gelb. Bei
diesen Symptomen spricht man auch von
Mosaikkrankheiten.

Viruserkrankungen werden oft von Blattläusen
übertragen, die die Infektion vom Saft einer kranken
Pflanze mitbringen. Blattlausbekämpfung reduziert
das Infektionsrisiko .

Einige Virusinfektionen sind gutartig und für den
Gärtner sogar günstig. Die Streifen auf den
Blütenblättern einiger Tulpensorten sind virenbedingt,
breiten sich aber nicht aus.

Richtige Behandlung

Wenn vorbeugende Maßnahmen fehlschlagen, muß man mitunter handeln, um Krankheiten in den Griff zu bekommen. Die Chemikalien, mit denen man Krankheiten bekämpft unterscheiden sich je nach Pflanze Das nächste Gartencenter weiß Rat Die angegebene Dosierung stets einhalten Mehr könnte der Pflanze schaden Chemikalien können gefährlich sein. Herstellerhinweise sollte man immer sorgfältig beachten Handschuhe und eine Gesichtsmaske sind als Schutzbekleidung auf jeden Fall notwendig Chemikalien stets außer Reichweite von Kindern aufbewahren

Einige Chemikalien werden in Pulverform ausgeliefert.
Man drückt den Behälter, damit Pulver fein über die
befallene Stelle verstreut wird. Nicht allzu kräftig verteilen,
ein feiner Puderfilm ist ausreichend.


Chemikalien werden auch flüssig versprüht. Häufig werden
Fertigmischungen zum Versprühen angeboten. Konzentrat
hingegen wird mit Wasser verdünnt. Die Flüssigkeit wird
dann mit einem Hand- oder Drucksprühgerät verteilt.

Pilzerkrankungen

Die am häufigsten feststellbaren Krankheiten werden von Pilz- oder Schimmelsorten verursacht. Die Pilzerkrankungen sind nur schwer zu verhindern da die Erreger ständig in der Luft sind

Eine häufige Pilzerkrankung ist der Mehltau, der weiß
und puderig an Stielen und Blättern zu sehen ist. Kaltes,
feuchtes Wetter fördert den Befall. Tip: Locker bepflanzte
Beete zwecks guter Belüftung .

Grauschimmel ist ein weiteres, häufiges Problem. Wenn
er Fuß faßt, fängt die Pflanze an zu verfaulen. Auch hier
hilft gute Belüftung, aber nach dem Befall muß man alle
infizierten Teile entfernen und ein Fungizid versprühen.

Bei Sämlingen kann die Feuchtigkeit verheerend wirken.
Der untere Teil des winzigen Stiels verfault, und der
Sämling fällt um. Nicht allzu dicht aussäen und Fungizid
versprühen, bevor das Problem auftaucht.

Rost gehört zu einer anderen, häufigen Krankheitsgruppe.
Man sieht an Blättern und Stielen braune oder gelbe,
puderige Flecke. Einige Saatsorten übertragen die Krankheit.
Garten sauber halten. Fungizid verwenden.

Der Honigpilz greift Bäume und Sträucher an. Er wächst am
Stamm und riecht stark nach Honig. Ein befallener Baum muß
leider gefällt und verbrannt werden. Ein paar Jahre lang sollte
man an der Stelle nichts Neues einpflanzen.

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